Bericht von Konstantin Sestakov über sein Sozialpraktikum in dem Waisenhaus

07. 10. 2013 07. 10. 2013 von admin Leave a reply »
Konstantin besucht im Moment Waldorfschule Heidelberg. Er verbracht 2 Monate Zeit in Vietnam um sein Schulpraktikum in dem Waisenhaus in Hue zu machen. Chance to Grow hat ihn den Kontakt zu dem Waisenhaus vermittelt und sein Aufenthalt in Vietnam organisiert. Wir wollen ihn ein nähere Augenblick darauf, wie die Kinder von ihrer ganz anderen Welt leben. 1Im Februar 2013 begab ich mich im Rahmen eines Sozialpratikums nach Vietnam um mich dort in einem Waisenhaus zu betätigen. In Zusammenarbeit mit Chance to Grow wurde ein Praktikumsplatz gefunden und mit Unterstützung in den ersten Tagen fand ich mich schnell in Vietnam zurecht. Das Praktikum umfasste eine zeitliche Länge von 2 Monaten, in denen ich 5 Arbeitstage in der Woche hatte, das Wochenende war frei für mich. In der Einrichtung lebten in etwa 40 Kinder und Jugendliche, von Ihnen, bei meiner Abreise, ein Säugling und 3 Kleinkinder.

Beim Eintritt ins Waisenhaus waren meine Aufgaben nicht eindeutig besprochen und definiert. So versuchte ich mich einfach in den Alltag zu integrieren und überall zu helfen, wo ich benötigt wurde. Dennoch gab es hin und wieder einige speziellere Aufgaben, die mir zugeteilt wurden. Alltägliche Arbeiten die für mich anstanden waren Hilfe bei den Englischhausaufgaben der Kinder, kleinere Unterrichtseinheiten in Englisch, den Hof fegen, Küchenarbeiten wie Gemüse schneiden aber auch Geschirr spülen nach dem Essen. Ich spielte mit den Jüngeren und gab den Älteren auch Einzelnachhilfe in Englisch, so gestaltete sich mein Arbeitstag alles in allem abwechslungsreich und interessant. Speziellere Aufgaben und Projekte waren beispielsweise 4 Bäume, die gefällt und zerhackt wurden, um sie dann als Feuerholz zu verwenden oder eine kleinere Mauer die gebaut wurde um das Waisenhaus vom angrenzenden Grundstück zu trennen.
Bei meiner Ankunft war die Neugier groß, aber höflich zurückhaltend. Durch meinen Krankheitsbedingten Ausfall in der ersten Woche wurde ich eingeladen dort zu übernachten und man kümmerte sich gut um mich. Regelmäßig kamen die Kinder um sich nach mir zu erkundigen. Nachdem die Krankheit überwunden war, begann schließlich meine Arbeit im Waisenhaus. Ich beschäftigte mich nach Möglichkeit wo ich benötigt wurde und suchte aktiv den Kontakt zu den Kindern. Schnell baute sich, trotz der sprachlichen Barriere, gegenseitiges Vertrauen und Sympathie auf. Man freute sich mich zu sehen und lächelte mir herzlich zu. Bei meiner Abreise wurde ich herzlich eingeladen wieder zukommen.
Dass Verhältnis der Kinder untereinander erschien mir sehr familiär und warm zu sein. So kümmerten sich die älteren Kinder und Jugendliche oft auch selber um Jüngeren. Dies nährte mein gewonnenes Bild zufriedener Kinder im Waisenhaus, die eine soziale und funktionierende Gemeinschaft bilden mit gegenseitigem Respekt und Mitgefühl. Das Verhältnis gegenüber der Nonne war sehr respektvoll und zeigte eine gewisse Formalität, dennoch beschäftigte sie sich auch selber aktiv vorwiegend mit den jüngeren Kindern. Täglich kamen ein paar Frauen aus der Umgebung die im Waisenhaus freiwillig aushalfen, hauptsächlich im kulinarischen Bereich und mit den Jüngsten des Hauses. An einigen Tagen kamen auch Besucher von außerhalb, um die Einrichtung zu besichtigen und um zu spenden.
Trotz des guten Verhältnisses der Kinder und der Hilfsbereitschaft untereinander, bedarf es dennoch Hilfe von außerhalb um auch jedes Kind einzeln in seiner Entwicklung und Ausbildung zu fördern und zu stützen, um später ein eigenständiges und stabiles Leben führen zu können.
Das Praktikum bereitete mir viel Spaß und eine Menge neuer Erfahrungen. Ich bedanke mich herzlich bei Chance to Grow und hoffe auf eine weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit.
Trotz des guten Verhältnisses der Kinder und der Hilfsbereitschaft untereinander, bedarf es dennoch Hilfe von außerhalb um auch jedes Kind einzeln in seiner Entwicklung und Ausbildung zu fördern und zu stützen, um später ein eigenständiges und stabiles Leben führen zu können.
Das Praktikum bereitete mir viel Spaß und eine Menge neuer Erfahrungen. Ich bedanke mich herzlich bei Chance to Grow und hoffe auf eine weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit.
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